Eine Penalty Area ist ein markierter Bereich auf dem Golfplatz, in dem besondere Erleichterungsregeln gelten. Seit 2019 ersetzt der Begriff die früheren „Wasserhindernisse“. Penalty Areas umfassen nicht nur Gewässer (Teiche, Bäche, Gräben), sondern auch andere Bereiche wie Unterholz oder Felsformationen, die die Spielleitung entsprechend kennzeichnet.
Warum ist das für die Platzreife relevant?
Die Penalty Area gehört zu den am häufigsten geprüften Themen bei der Platzreife. Sie müssen den Unterschied zwischen roten und gelben Markierungen kennen, wissen welche Erleichterungsmöglichkeiten jeweils bestehen und verstehen, wann ein Ball als in der Penalty Area liegend gilt. Auch die Abgrenzung zum provisorischen Ball wird regelmässig abgefragt.
Rot oder Gelb: Was ist der Unterschied?
Die Farbe der Markierung bestimmt, welche Erleichterungsoptionen Sie haben:
| Gelbe Penalty Area | Rote Penalty Area | |
|---|---|---|
| Lage | Frontal (muss überspielt werden) | Seitlich (neben der Spielbahn) |
| Option 1 | Ball spielen, wie er liegt (straflos) | Ball spielen, wie er liegt (straflos) |
| Option 2 | Schlag + Distanzverlust (1 Strafschlag) | Schlag + Distanzverlust (1 Strafschlag) |
| Option 3 | Auf der Linie zurück droppen (1 Strafschlag) | Auf der Linie zurück droppen (1 Strafschlag) |
| Option 4 | Nicht verfügbar | Seitlich droppen innerhalb 2 Schlägerlängen vom Kreuzungspunkt (1 Strafschlag) |
Der entscheidende Unterschied: Bei einer roten Penalty Area haben Sie eine zusätzliche Option. Sie dürfen den Ball seitlich innerhalb von zwei Schlägerlängen vom Kreuzungspunkt droppen. Bei einer gelben Penalty Area ist das nicht erlaubt.
Viele Golfclubs kennzeichnen deshalb alle Penalty Areas rot. Das vereinfacht die Regeln für die Spieler und beschleunigt das Spiel.
Hinweis: Die frühere Option, auf der gegenüberliegenden Seite der Penalty Area zu droppen, ist seit 2019 standardmässig weggefallen. Nur wenn eine Platzregel es ausdrücklich erlaubt, steht diese Möglichkeit noch zur Verfügung.
Wann gilt ein Ball als in der Penalty Area?
Ein Ball liegt in der Penalty Area, wenn er die Grenzlinie mit irgendeinem Teil berührt oder sich vollständig innerhalb des markierten Bereichs befindet. Der Ball muss nicht im Wasser liegen.
Wichtig für die Prüfung: Sie müssen sich sicher oder so gut wie sicher (mindestens 95% Wahrscheinlichkeit) sein, dass der Ball in der Penalty Area liegt. Wenn Sie es nur vermuten, weil Sie den Ball nicht finden, gilt er als verloren. In diesem Fall greift Schlag und Distanzverlust, nicht die Penalty-Area-Erleichterung.
Dürfen Sie aus der Penalty Area spielen?
Ja, immer. Wenn der Ball spielbar liegt, dürfen Sie ihn ohne Strafschlag spielen. Sie dürfen auch lose Naturstoffe entfernen und den Boden mit dem Schläger berühren. Seit 2019 gelten in der Penalty Area dieselben Regeln wie im Gelände.
Häufige Fehler
- Provisorischen Ball spielen, obwohl der Ball in der Penalty Area liegt. Bei einer Penalty Area ist kein provisorischer Ball erlaubt. Sie müssen direkt die Penalty-Area-Erleichterung nutzen.
- Seitlich droppen bei gelber Penalty Area. Das ist nur bei roten Penalty Areas erlaubt.
- Kreuzungspunkt falsch bestimmen. Der Kreuzungspunkt ist die Stelle, an der der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hat. Nicht die Stelle, an der er zur Ruhe kam.
Basiert auf Regel 17 der offiziellen Golfregeln (Stand: Januar 2023). Geprüft von PGA Professional Andreas Reil.
Penalty Area Prüfungsfragen: Testen Sie Ihr Wissen!
Lade Frage...